Niederösterreichische Nachrichten im November 2013

Anlage hat sich rentiert

Trotz Totalausfalls wegen hoher Schneelage übertraf die Anlage im ersten Jahr die Erwartungen. Statt 19.000 kWh konnten 22.190 kWh produziert werden.

Von Dieter Rathauscher

Photovoltaik | FÜLLERSDORF / Mit sichtlicher Genugtuung präsentierten Matthias Katt und Markus Summerer vom Vorstand des Vereins „Energiebündel Weinviertel“ die Ergebnisse des ersten Jahres der Photovoltaik-Anlage in Füllersdorf. Die Anlage ging am 8. August 2012 in Betrieb, und bis zum 7. August 2013 hatte sie beachtliche 22.190 kWh Strom geliefert. Und das nach einem wirklich „harten“ Winter mit Schneemengen, die dazu führten, dass nahezu zwei Monate lang überhaupt kein Strom erzeugt wurde.

Matthias Katt und Jürgen Summerer

Das relativ flach geneigte Dach auf der Scheune des Landwirts Helmut Summerer führt dazu, dass Schnee nicht abrutscht. Dazu Katt: „Wir haben die Kosten für eine Aufständerung der Paneele dem potenziellen Verlust durch Schneeabdeckung gegenüber gestellt und sind zum Schluss gekommen, dass diese Maßnahme ökonomisch nicht sinnvoll wäre.“ Summerer ergänzt: „Wir hätten dann wahrscheinlich auch noch ein statisches Gutachten wegen des höheren Gewichts gebraucht.“ Matthias Katt: „Das zeigt, dass wir mit unseren Berechnungen für die Anlage richtig lagen. Wir hatten mit 19.000 kWh gerechnet, und dieser Wert wurde klar übertroffen.“

Mehr Strom erzeugt als erwartet wurde 

Für dieses Kalenderjahr sind die Zahlen ebenfalls überzeugend: Bereits Ende September wurde das Plansoll erreicht.

Die Anlage wurde mit einem genossenschaftlichen Modell finanziert. Alle „Anteilsscheine“ wurden verkauft, man musste sogar rationieren. Und das gibt Vertrauen für weitere Schritte der alternativen Energierzeugung, die bei der Mitgliederversammlung im Februar diskutiert werden sollen. Die Anlage hat über die Gemeinde hinaus bereits sehr viel Aufmerksamkeit erzeugt. So befasst sich eine Masterarbeit damit. Markus Summerer, der sich um die Datenerfassung bemüht: „Wir stellen unsere Daten für diese Masterarbeit zur Verfügung, weil damit für ähnliche Projekte konkrete Zahlen und Statistiken erarbeitet werden.“

 

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